Lebensversicherung - Rückkaufswert
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Jede zweite Lebensversicherung wird in Deutschland vorzeitig gekündigt, und dies oft sogar aus einem guten Grund: Die Police wurde am Bedarf des Kunden vorbei verkauft, beziehungsweise wurde erkannt, dass andere Möglichkeiten der Altersvorsorge wesentlich effektiver sind. Leider stoßen die Versicherten bei der Kündigung ihrer Versicherungen auf vielfältige Probleme. Es dauert nämlich sehr lange, bis der Rückkaufswert erst mal die eingezahlten Beiträge erreicht hat. Insofern kommt eine Lebensversicherung einer Hochzeit gleich, deren Auflösung mit hohen Kosten verbunden ist. Der Ausstieg vor Vertragsende kann sehr teuer werden. Besonders in der Anfangsphase lasten auf der Versicherungspolice hohe Verwaltungskosten und Vertreterprovisionen. Dies hat natürlich insbesondere zu Beginn der Laufzeit einen niedrigen Rückkaufswert zur Folge, von der zu erwartenden Rendite für die spätere Altersvorsorge ganz zu schweigen.
Daher sollten sich potentielle Versicherungsnehmer einer Lebensversicherung über die Laufzeit im Klaren sein und diese optimal wählen. Die niedrigen Rückkaufswerte in den ersten Jahren entstehen zum Teil durch hohe Provisionen, die Vertreter für den Abschluss erhalten. Meist wird dem Vertreter nämlich die gesamte Provision für den Abschluss einmalig ausgezahlt. Bei einer Versicherungssumme von beispielsweise 50.000 Euro sind das bis zu 2100 Euro.
Der Kunde zahlt also in den ersten Jahren der Laufzeit eigentlich erst mal die Provision des Vertreters. Von Verbraucherschutzverbänden wird dies natürlich oft kritisiert, was einige Gesellschaften dazu veranlasst hat, so genannte gezillmerte Tarife zu vertreiben, bei denen die Provision des Vertreters in Raten an diesen gezahlt wird. Lebensversicherungen, die nach diesem Modell abgeschlossen wurden, haben meist einen erheblich höheren Rückkaufswert und sind insofern Verbraucherfreundlicher.
pterleh@gmx.de
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