Partnerschaftsdauer bei gay und heterosexuellen Paaren
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Gay Paare, so ein schwer korrigierbares Vorurteil, trennen sich meistens bald. Sehr gerne wird dieses Argument gerade von christlichen Fundamentalisten gebracht. In den USA führen sie hiermit einen regelrecht Feldzug gegen schwule, lesbische und bisexuelle Menschen, denen sie das Recht auf eine staatlich anerkannte Lebensgemeinschaft bestreiten wollen. Doch entgegen der fundamentalistischen Feme belegen wissenschaftliche Studien, wie unhaltbar diese Behauptungen sind. Richtig ist, dass die Dauerhaftigkeit von gay Beziehungen zwischen Männern etwas kürzer ist als die Dauer heterosexueller Partnerschaften. Aber - und dies zeigen die Untersuchungen ebenfalls - mit Homosexualität per se hat dieser rein statistische Trend rein gar nichts zu tun. Einerseits gibt es selbstverständlich eine Vielzahl von dauerhaften Partnerschaften zwischen schwulen Männern. Vor allem wollen die christlichen Fundamentalistischen das weibliche Geschlecht vergessen machen. Es gibt aber auch lesbische Frauen und deren Beziehungen halten im statistischen Durchschnitt am längsten!
Die auf die Vermittlung ernsthafter Beziehungen spezialisierte Internet Partneragentur Gleichklang wundert sich entsprechend auch nicht über die große Resonanz, die ihr Angebot gerade auch bei Lesben findet. Das Unternehmen beobachtet dabei zusätzlich, dass die lesbischen Mitglieder stärker wechselseitig miteinander Nachrichten austauschen und miteinander kommunizieren als die heterosexuellen oder schwulen Mitglieder. Lesbische Frauen sind offenbar eher bereit, sich auf eine vertiefte Kommunikation zum Kennen lernen einzulassen, während Heterosexuelle und Schwule hierzu eine größere Anzahl an Vorschlägen bedürfen. Deutlich wird, dass die Beziehungsorientierung bei Lesben besonders hoch ist.
In der Forschung wird teils versucht, die unterschiedlichen Stile von Beziehungsgestaltung zwischen Männern und Frauen, Lesben, Schwulen und Heterosexuellen soziobiologisch zu erklären. Demnach bestünde eine verminderte Tendenz zur Polygamie bei Frauen, was sich begünstigend auf die Beziehungsdauer in Partnerschaften auswirken könnte. Treffen zwei Frauen aufeinander, würde diese Effekt maximiert.
Allerdings, so die Gleichklang - Psychologen - sind solche Erklärungsansätze ebenso spekulativ wie vereinfachend. Der komplexen gesellschaftlichen Wirklichkeit werden sie nur höchst eingeschränkt gerecht. Vor allem aber, so die Gleichklang - Psychologen , sollten empirisch-psychologische Befunde nicht für ideologische Zwecke instrumentalisiert werden. Denn wie wäre es möglich, wissenschaftlich zu belegen, dass eine polygam-offene Partnerschaftsgestaltung schlechter ist als das traditionell-monogame Modell? Am Ende zeigen die Befunde übereinstimmend, egal ob es Heterosexuelle oder den gay Bereich betrifft, dass das Entscheidende eine hinreichende Basis an Gemeinsamkeiten ist, aus der Partnerschaftsglück erwachsen oder Konflikte entstehen können. Bei allen Mittelwertunterschieden, ist es letztlich doch unerheblich, ob es sich um heterosexuelle, bisexuelle, lesbische, schwule oder asexuelle Partnerschaften handelt. Entscheidend ist die Beziehungszufriedenheit. Bei guter Passung ist eine solche aber erreichbar, unabhängig davon, welche Geschlechter und sexuelle Orientierungen die Beteiligten aufweisen.
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