Was ist Autismus?
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Autismus beeinflusst die Art, wie jemand die Welt wahrnimmt, kommuniziert und mit anderen Menschen interagiert. Autistische Menschen haben Schwierigkeiten, nicht-autistische Menschen zu verstehen, genauso wie nicht-autistische Menschen Schwierigkeiten haben, autistische Menschen zu verstehen. Autismus ist eine Art der Wahrnehmungsverarbeitung, die sich von der nichtautistischer Menschen unterscheidet.
Es gibt verschiedene Variationen von Autismus. Um diese Unterschiede auszudrücken, werden häufig auch die Begriffe Autismus-Spektrum und Autismus-Kontinuum verwendet. Varianten von Autismus sind z.B. Asperger-Syndrom und High-Functioning-Autismus. Bei manchen autistischen Menschen wird eine Lernbehinderung diagnostiziert, andere schneiden bei IQ-Tests als hochbegabt ab. Beides sagt nicht viel über einen Menschen aus, egal ob Autist oder Nichtautist. Menschen im Autismus Spektrum, die bei IQ-Tests 70 oder mehr Punkte erreichen, bekommen die Diagnose High-Functioning-Autismus oder Asperger-Syndrom. Die meisten Fachleute - aber nicht alle - teilen die Auffassung, dass das Asperger-Syndrom ein Teil des Autismus-Spektrums ist. Die Diagnosekriterien sehen vor, dass das Asperger-Syndrom diagnostiziert wird, wenn die Sprachentwicklung nicht verzögert ist. Diese Abgrenzung zwischen Asperger Syndrom und High-Functioning-Autismus ist umstritten.
Autistische Menschen verstehen oft die Bedeutung von Gesichtsausdrücken, Gestik und Tonfall nicht. Sie interpretieren oft wörtlich, weshalb es zu Missverständnissen kommen kann, wenn nicht-autistische Menschen Metaphern, Ironie oder Redewendungen verwenden. Auch benennen sie Dinge so, wie sie sind - das ist auch in dem Film "Snow Cake" zu sehen, in dem eine Hauptrolle eine Frau mit High-Functioning-Autismus ist. Snow Cake kommt im November ins Kino. Seit einiger Zeit gibt es eine Autistic Pride Bewegung, in der sich autistische Menschen dagegen wehren, als krank betrachtet zu werden - denn Autismus ist genauso wenig eine Krankheit wie Nicht-Autismus. Sie wehren sich auch dagegen, von sogenannten "Fachkräften" definiert und beschreiben zu werden, sie sprechen für sich selbst und entwickeln ihre eigene Kultur.
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