Was haben Billardtische und Seniorenhandys gemein?
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Auf den aller ersten Blick haben Billardtische und Seniorenhandys inhaltlich überhaupt nichts gemeinsam. Natürlich könnte man ironisch sein und sagen, beides sind sperrige Möbelstück für die normale Menschen keinen Platz haben, aber ein solches Statement wäre natürlich übertrieben. Gemeinsam haben beide Produkte vermutlich lediglich eine Sache, nämlich dass beide Gegenstände von zahlungskräftigen und in die Jahre gekommenen Kunden nachgefragt werden. Denn junge Leute haben meist noch nicht das nötige Kleingeld, um sich eine Immobilie leisten zu können, in der genug Platz ist, damit man in Luxusmöbelstück wie einen Billardtisch, den nun wirklich kein Mensch braucht, aufzustellen.
Das gleiche gilt für die Mobiltelefone für Senioren, die sog. Seniorenhandys. Diese sind klobig und sperrig wie Billardtische und werden meist von den dynamischen Senioren nachgefragt, die in ihrem Berufsleben schon nicht auf das Mobiltelefon verzichten konnten. Die Spezialmobiltelefone haben extragroße Tasten und große Displays, die auch von Augen mit einem Grauen Star noch ablesbar sind. Da diese Geräte nicht ganz billig sind, werden sie eher von zahlungskräftigen Senioren nachgefragt. Auch die Seniorenhandys sind reiner Luxus, weil man diese nicht wirklich braucht, denn man kann auch ohne Mobiltelefon ganz wunderbar überleben. Wie man sieht, haben Billardtische und Seniorenhandys einiges gemein. Für die gleiche Zielgruppe sind vielleicht auch Fettkiller ganz interessant.
Klaus-Martin Meyer
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