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Jeder kennt das Szenario - einmal nicht aufgepasst und schon hat man versehentlich eine vermeintliche wichtige Datei von seinem Rechner gelöscht und den Papierkorb geleert; einmal die Kinder alleine am PC gelassen und schon ist die Festplatte formatiert.
Sicherlich, für den kommerziellen Bereich gibt es Datenrettungs-Firmen, die derartige Fehler schnell und sicher beheben und die Daten retten können; aber oftmals sind die Daten für private Anwender lange nicht von der Wichtigkeit, dass sich die Investition von mindestens mehrern Hundert bis hin zu mehreren Tausend (variiert je nach Datenträger, Defekt & Anbieter) Euro in die Datenwiederherstellung rentieren würde.
Oftmals sind es auch nicht die Daten mit besonderem sentimentalem oder kommerziellem Wert, die im Privatbereich abhanden kommen; meist sind es Videos, Bilder, Filme oder Dokumente, die von einer Sekunde auf die andere nicht mehr aufrufbar sind und somit unwiederruflich verloren zu sein scheinen.
Unwiederruflich ? Wohl kaum. Es gibt eine ganze Reihe an kostenlosen und kostenpflichtigen Datenrettungs-Tools, die gerade im privaten Bereich reißenden Absatz finden. Dies ist nicht zuletzt auf die bereits angesprochene Kostenfrage zurück zu führen. Datenwiederherstellungssoftware ermöglicht in einer Vielzahl der Fälle eine vollständige oder zumindest partielle Wiederherstellung der verlorenen Daten.
Ob eine Datenrettungssoftware die Daten ohne Weiteres wiederherstellen kann liegt zum Einen an den Administrationsfähigkeiten des Benutzers und an der Art des betroffenen Datenträgers, sowie zum Anderen an der Form des Defekts.
Beachten Sie die folgenden Tipps beim Einsatz von Datenrettungstools um Ihre Daten nicht unnötig zu gefährden und eine nachträgliche professionelle Wiederherstellung zu erschweren:
1.) Sofern Sie Software zur Datenrettung nutzen müssen Sie immer mit dem Komplettverlust der Daten rechnen. Dieser Fall ist zwar relativ unwahrscheinlich, kommt in der Praxis aber häufig bei Selbstrettungsversuchen vor, da im Privaten direkt auf dem betroffenen Datenträger und nicht wie bei den Profis an einer exakten Kopie gearbeitet wird.
2.) Wenn ein Defekt einer Festplatte vorliegt sollte eine nachträgliche Installation von Software unbedingt vermieden werden, denn bereits der Vorgang der Installtion kann dazu führen, dass Daten endgültig gelöscht werden. Nutzen Sie daher entweder vorinstallierte Software oder bauen Sie die Festplatte als "Slave" in einen anderen Rechner ein bzw. nutzen Sie die HDD einfach als externe Festplatte.
3.) Es gibt eine beinahe unüberschaubare Vielzahl an Datenrettungstools. Meist unterscheiden sich diese im Umfang der Wiederherstellungsmöglichkeiten sowie der unterstützten Datenträger. Selbstverständlich gibt es hierbei auch qualitativ große Unterschiede. Eine Pauschalisierung à la "kostenlos ist schlecht" oder "nur was kostet, funktioniert" ist im Bereich der Datenrettungstools definitiv fehl am Platze. Es gibt viele kostenlose, aber eben auch viele kostenpflichtige Software-Tools, die sich für die Datenrettung eignen. Es empfiehlt sich daher, dass man sich vor dem Einsatz der Software in einschlägigen Foren und Software-Testberichten über die Vor- und Nachteile des jeweiligen Tools informiert.
Manuel Fuchs [Email]
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