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Fast jeder hat schon einmal von einer Fahrt mit der Transsibirischen Eisenbahn geträumt. Mit dem Zug von Moskau bis nach Wladiwostok – oder gar bis nach China. Russland ist ein riesiges Land – und die Eisenbahn ist ein wichtiges Verkehrsmittel. Und Zugreisen in Russland sind anders als man es von westeuropäischen Zugverbindungen gewohnt ist.
Was man in Deutschland als „Großraumwagen“ kennt, ist für die Weiten in Russland unpraktisch – die meisten Zugreisen gehen über lange Strecken und man braucht schon einen Schlaf – oder zumindest einen Liegeplatz im Abteil. So haben praktisch alle Zugwagons in Russland nur Schlafwagen. Zu jedem Wagon gehört ein eigener Schaffner, der praktisch als „Concierge“ für den jeweiligen Wagen fungiert: Er/Sie achten darauf, das keine „Fremden“ sich im Wagen aufhalten, hier bekommt man heißes Wasser für den Tee oder einen Schwatz, wenn es zu langweilig wird.
In russischen Zügen wird zwischen vier Klassen von Abteilen unterschieden: In den eigentlichen Schlafwagen (spalnyj wagon) – einem Zweitbett-Abteil und den sehr verbreiteten Coupe-Abteilen (kupejnyj wagon), das sind Abteile mit vier Betten, kann man recht bequem reisen. Wesentlich kostengünstiger – aber auch weit unbequemer - sind die Liegeplätze der plazkartnyj wagon – Platzkarten-Waggons. Diese zum Gang hin offenen Abteile bieten insgesamt 6 Liegeplätze pro Abteil. Wirklich hart werden lange Fahrten im Gemeinschaftswagen (obschtschij wagon): Dies sind praktisch die gleichen Abteile wie in den Platzkarten-Wagons – nur mit dem Unterschied, das hier bis zu 9 Karten pro Abteil verkauft werden können – was bedeutet, das nicht alle Passagiere gleichzeitig einen Schlafplatz haben.
Die Strecke zwischen Moskau und Wladiwostok auf der „Transsib“ dauert dann auch etwa 6-8 Tage – wenn man nicht zwischendurch aussteigt um in der einen oder anderen Stadt etwas Sightseeing zu machen. Die Strecke ist auch fast 9300 Kilometer lang. Wie schnell bzw. wie gut ein Zug auf der Transsib ist – kann man an den Zugnummern erkennen: Die besten Züge haben die kleinsten Zugnummern, je kleiner die Nummer also ist, desto besser ist der Zug. Langsame Personenzüge haben normalerweise Zugnummern zwischen 176 und 300 – seinen Sie also sehr vorsichtig, sollten Sie einen Zug mit noch höherer Zugnummer angeboten bekommen.
Mehr Reisetipps für exotische Ziele oder den Familienurlaub finden sie bei reisen-tip.com. Wer mit der Transsibirischen Eisebahn fahren möchte, für den empfiehlt sich auch die schon die Anreise mit dem Zug. Für die Strecke Köln-Moskau beispielsweise muss man dafür allerdings bereits 36 Stunden einrechen.
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