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Unter Persönlichkeit versteht man in der Psychologie die für ein Individuum einzigartige Struktur von Persönlichkeitszügen mit ihren gewohnheitsmäßigen Erlebens- und Verhaltensweisen (Allport, 1937). Zahlreiche psychologische Untersuchungen Studien haben weltweit immer wieder in verschiedenen Kultur- und Sprachrräumen belegt, dass die individuelle Persönlichkeit auf einer sehr allgemeinen und bereichsübergreifenden Ebene in fünf Grunddimensionen oder Basistendenzen unterteilbar ist (siehe McCrae & Costa, 1999). Diese Grunddimensionen der menschlichen Persönlichkeit, im Englischen BIG FIVE genannt, werden bezeichnet als: Neurotizismus (emotionale Labilität), Extraversion (Reizbedürfnis), soziale Verträglichkeit (Prosozialität), Gewissenhaftigkeit (Kontrolliertheit/Selbstkontrolle) und Offenheit für Erfahrungen (Bedürfnis nach Neuem):
Neurotizismus bezieht sich auf eine Tendenz zu Emotionalität und Empfindlichkeit. Es gibt beispielsweise Menschen, die eher emotional schnell reagieren, während andere eher lange ruhig bleiben (Emotionale Labilität versus Stabilität).
Extraversion erfasst Reiz- und Stimulationsbedürfnisse von Menschen. Einige Menschen lieben Ausgelassenheit und Geselligkeit, während andere sich lieber zurückziehen und alleine oder in kleiner Runde bleiben (Extraversion versus Introversion)
Soziale Verträglichkeit bezieht sich auf prosoziale Einstellungen und Verhaltensmerkmale, wie z.B. Altruismus und Freundlichkeit. Manche Menschen haben sehr positive Einstellungen anderen Menschen gegenüber und sind ausgeprägt hilfsbereit, während andere stärker an sich selbst denken und skeptischer gegenüber ihren Mitmenschen eingestellt sind (soziale Verträglichkeit versus Unverträglichkeit).
Gewissenhaftigkeit umfasst Tugenden wie Ordnung, Disziplin, Pünktlichkeit und Pflichtbewusstsein. Es gibt Menschen, die sehr genau sind und sich in ihrem Alltag durch eine hohe Selbstdisziplin auszeichnen, während andere dies eher lockerer sehen und sich auch einmal gehen lassen (Hohe versus geringe Gewissenhaftigkeit).
Offenheit für Erfahrungen erfasst Interesse und Bereitschaft, sich immer wieder auf Neues einzustellen und andersartige Erfahrungen zu suchen. Beispielsweise gibt es Menschen, die Veränderung, Wechsel und die Infragestellung des Hergebrachten genießen, während andere lieber an dem festhalten, was sie bereits kennen und schätzen (Hohe versus geringe Offenheit für Erfahrungen).
In umfangreichen Untersuchungen konnte belegt werden, dass diese fünf Faktoren, genannt Big Five, sich in den verschiedensten Kultur- und Sprachräumen nachweisen lassen (siehe Überblick bei De Raad, 2000). Auch wenn gewisse Alterstrends bestehen (siehe z. B. Srivastava, John, Gosling & Potter, 2003), bleibt die Persönlichkeit darüberhinaus im Regelfall, wenn es zu keinen besonders kritischen Ereignissen kommt, lebenslang relativ stabil.
In bestimmten Situationen kann jede Eigenschaft sowohl Vor- als auch Nachteile aufweisen. Einer Person mit hohen Werten in Verträglichkeit fällt es beispielsweise leicht, vertrauensvoll und offenherzig anderen Menschen gegenüber zu treten. Eine vertrauensvolle Haltung kann jedoch auch negative Folgen haben und diesen Personen kann es eher schwer fallen, sich in einer wettbewerbsorientierten Umgebung durchzusetzen oder von den Problemen anderer Menschen abzugrenzen. Gute oder schlechte Persönlichkeiten gibt es nicht. Extreme Ausprägungen tendieren aber dazu, die individuelle und gesellschaftliche Anpassung zu erschweren. So sind extrem geringe Ausprägungen in Gewissenhaftigkeit mit Kriminalität korreliert.
Zusätzlich zu den BIG FIVE hat die persönlichkeitspsychologische Forschung der letzten Jahrzehnte eine Vielzahl weiterer, teils hoch spezifischer Persönlichkeitsdimensionen identifiziert und messbar gemacht (Costa & McCrae, 2000). Studien haben belegt, dass diese stärker spezifischen Persönlichkeitsmerkmale (die sogenannten Facetten) in engen Zusammenhang zu der übergeordneten, durch die BIG FIVE bestimmten, Persönlichkeitsstruktur stehen. Dabei kann sich z. B. der übergeordnete Faktor des Neurotizismus im Einzelfall in ganz unterschiedlichen Erlebens- und Verhaltensweisen zeigen: Während manche Personen mit hohen Neurotizismus-Werten bei Stress- und Belastung eher ängstlich oder depressiv werden, tendieren andere eher zu Reizbarkeit oder Impulsivität.
Es wird in der wissenschaftlichen Debatte aktuell kontrovers diskutiert, ob weitere Faktoren zur Beschreibung der Persönlichkeit notwenig sind oder ob diese fünf übergeordneten Dimensionen ausreichen. Besonders diskutiert und untersucht wird in letzter Zeit ein möglicher sechster Faktor der Risikobereitschaft (Andresen, 2002). Die Vertreter des Fünf-Faktoren-Modells ordnen dagegen Risikobereitschaft als Facette der Extraversion ein. Während einerseits nach zusätzlichen Faktoren jenseits der BIG FIVE gesucht wird, vertreten andere Autoren (siehe z.B. Becker, 200) den Standpunkt, dass eine Vier-Faktoren-Struktur mit einem Aggregatfaktor von Extraversion/Offenheit für Erfahrungen ein ökonomischeres Modell der Persönlichkeit darstellt. Sie berufen sich insbesondere darauf, dass Extraversion und Offenheit für Erfahrungen oftmals miteinander korreliert sind und sich nicht immer statistisch von einander trennen lassen. Andererseits zeigt aber die Mehrzahl der vorliegenden Studien, dass bei repräsentativer Zusammenstellung von Fragen in der Regel doch zwischen Extraversion und Offenheit für Erfahrung differenziert werden kann und entsprechend durch die Zusammenfassung beider Faktoren ein Informationsverlust entsteht. Allerdings gibt es verschiedene Konzeptionalisierungen des fünften Faktors, die von Intellektualität, über Autonomie bis hin zur Offenheit für Neues schwanken. Der fünfte Faktor ist somit als weniger gesichert zu bezeichnen als seine vier Geschwister.
Zusammenfassend ist zu konstatieren, dass es nach wie vor kontroverse Standpunkte im Hinblick auf die Anzahl der anzunehmenden Basistendenzen der Persönlichkeit und auch bezüglich ihrer genauen Definition gibt. Das Fünf-Faktoren-Modell der Persönlichkeit stellt aber gegenwärtig das am weitesten verbreitete, am häufigsten untersuchte, am besten bestätigte und am geringsten durch Kurlutr- und Sprachfaktoren beeinflusste Modell der menschlichen Persönlichkeit dar.
Von großer Bedeutung für die Sozialpsychologie sind Interaktionen der Fünf Faktoren bei der Determination menschlicher Kommunikationsprozesse. Studien zeigen dabei, dass die Ähnlichkeit in der Persönlichkeitsstruktur die Tiefe und Dauerhaftigkeit menschlicher Beziehungen fördert (siehe z.B. Shanhong & Klohnen, 2005). Erhebliche Divergenzen in der Persönlichkeitsstruktur belasten partnerschaftliche Beziehungen und sind mit wechselseitiger Unzufriedenheit, Konflikten und Beziehungsabbrüchen korreliert.
Dieser Erkenntnis machen sich auch zunehmend professionelle Anbieter auf dem Gebiet der Partnervermittlung zu nutze, indem die Partnersuche durch die Maximierung der Ähnlichkeit der Persönlichkeitsstruktur gefördert wird. Führend ist hierbei die Partneragentur www.Gleichklang.de, die ein umfangreiches wissenschaftliches Konzept herausgearbeit und implementiert hat, um ein optimales Matching der sich ihr angeschlossenen Partnersuchenden zu gewährleisten. Neben der Persönlichkeit gehen hier auch Liebesstile, biografische Merkmale, Einstellungen, soziodemografische Faktoren sowie Interessen und Aktivitäten ein. Zusätzlich wird durch eingmaschiges Selektionsnetz eine Reihe von Ausschlusskriterien definiert, die Divergenzen im Lebensstil unmittelbar erkennen und damit die Betreffenden als wechselseitig inkompatibel klassifizieren. Hierzu wurde ein komplexer mathematischer Algorithmus entwickelt, der ein simultanes Matching über mehr als 1200 Einzelmerkmale ermöglicht. Für Probleme der Skalierung der unterschiedlichen Merkmale wurden durch einen Mathematiker näherungsweise optimierte Lösungsmethoden entwickelt und implementiert. Damit wird das Dating-Portal Gleichklang seinem Anspruch einer wissenschaftlich fundierten Partvermittlung in hohem Ausmaß gerecht. Es unterscheidet sich hierdurch gleichzeitig von der Flut der anderen Anbieter, die über die Erhebung einiger weniger Merkamle über dubiose Fragebögen behaupten, mit psychologischen Methoden zu vermitteln. Demgegenüber legt das Unternehmen Gleichklang Wert auf die enge Anbindung seiner Vermittlungspraxis an Erkenntnisse der Persönlichkeitspsychologie, insbesondere des Fünf-Faktoren Modells der Persönlichkeit, und führt eine ständige wissenschaftliche Evaluation seiner Grundprinzipien, auch vor dem Hintergrund neuerer Forschungen durch. Einzelheiten über die Vermittlungsphilosophie sind hier nachzulesen: http://www.gleichklang.de/Unsere+Philosophie.html
Zusammenfassend kann konstatiert werden, dass mit dem Fünf-Faktoren-Modell der Persönlichkeit eine überzeugende und arbeitsfähige Grundlage auch für praktische Applikationen, wie z.B. auf dem Gebiet der Partnervermittlung, vorliegt. Der Partneragentur Gleichklang.de kommt dabei ein Vorreiterfunktion zu, indem sie erstmals ein wissenschaftlich überzeugendes Konzept entwickelte und funktionstüchtig implementierte. Allport, G.W. (1937). Personality: A psychological interpretation. New York: Holt and Company.Andresen, B. (2002). HPI - Hamburger Persönlichkeitsinventar. Göttingen: Hogrefe.
Costa P.T., Jr., McCrae R.R. (2000). Innovations in assessment using the Revised NEO Personality Inventory: Introduction to the Special Issue. Assessment, 7, 323-325.
Becker, P. (2004). The four-plus-X-factor model as a framework for the description of normal and disordered personality. A pilot study. Trierer Psychologische Berichte, Band 29, Heft 1, Universität Trier, Trier.
De Raad, B. (2000) The Big Five Personality Factors. The Psycholexical Approach to Personality. Hogrefe & Huber Publishers: Göttingen. McCrae R.R., Costa P.T., Jr. (1999): A five-factor theory of personality. In: L.A. Pervin & O.P. John (Eds.), Handbook of Personality: Theory and Research (pp. 139-153). New York: Guilford.
Shanhong, L., & Klohnen, E. (2005). Assortive Mating and Marital Quality in Newslyweds: A Couple-Centered Approach. Journal of Personality and Social Psychology, 88, 304-326.
Srivastava, S., John, O.P., Gosling, S.D. & Potter, J. (2003). Development of personality in early and middle adulthood: Set like plaster or persistent change? Journal of Personality and Social Psychology, 84, 1041-1053.
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