Bauernregeln aus dem Jahre 1900
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Januar
Morgenrot am ersten Tag, Unwetter bringt uns große Plag.
Ist der Januar gelind, Lenz und Sommer fruchtbar sind.
Februar
Heftige Nordwinde im Februar, deuten auf ein fruchtbar Jahr.
März
So viele Fröste im März, so viele im Mai.
Märzengrün ist nicht schön.
April
Aprilschnee ist besser als Schaafsmist.
Ist der April auch noch so gut, er schneit den Bauern auf den Hut.
Juni
Wenn Nordwind weht im Junius, gar bald Gewitter folgen muß.
Vor Johanni bitt um Regen, nach Johanni kommt es ungelegen.
Juli
Regnets am Marientag, so regnet es noch vierzig Tag.
Ist Jakobi hell und warm, macht es zu Weihnachten den Ofen arm.
August
Der Tau ist dem August so not, als jedermann sein täglich Brot.
Ist es in den ersten Wochen heiß, so bleibt der Winter lange weiß.
September
Blühen die Disteln reich und voll, ein schöner Herbst dir blühen soll.
Herbstgewitter bringen Schnee, doch dem nächsten Jahr kein Weh.
Oktober
Ist im Herbst das Wetter hell, so bringt es Wind und Winter schnell.
Wenn rauh und dick des Hasens Fell, dann sorg für Holz und Kohlen schnell.
November
Viel und lange Schnee, gibt viel Frucht Klee.
Morgenrot mit Regen droht.
Dezember
Ist es grün auf unsrer Weihnachtsfeier, gibt’s manchmal Schnee bei Ostereier.
Donner im Winterquartal bringt uns Kälte ohne zahl.
Diese Regeln stammen aus einem Volkskalender aus dem Jahr 1900. Dieser beinhaltet unter anderem einen astronomischen Kalender, einen immerwährenden Trächtigkeits- und Brüte-Kalender und andere hilfreiche Rupbriken. Im Zeitalter um 1900, ohne Radio, Fernseher und Internet waren diese Publikationen ein bedeutsames Hilfsmttel. Solche Bücher findet man recht häufig im Antiquariat, welche mit dem "Gebraucht Buch" und nicht mit Antiquitäten handeln.
Klaus Lange E-Mail: k.lange@t-online.de
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